Flächenmanagement in der Region Freiburg -
Das vom Land geförderte Forschungsprojekt PFIF geht nach zwei erfolgreichen Jahren zu Ende
Regierungspräsidium Freiburg Gastgeber der PFIF-Abschlussveranstaltung
Am Mittwoch, 22.09.2010 fand im Regierungspräsidium Freiburg die dritte Forums- und gleichzeitig Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts PFIF (Praktiziertes Flächenmanagement in der Region Freiburg) statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung der Projektergebnisse.

Zu den etwa 50 Teilnehmern der Veranstaltung gehörten neben dem gastgebenden Regierungspräsidenten Julian Würtenberger, der Ministerialrat Stefan Gloger vom Umweltministerium Baden-Württemberg als Förderer des Projekts, der Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon aus Freiburg sowie weitere Bürgermeister und Repräsentanten der Region Freiburg.
In seinen Begrüßungsworten würdigte Oberbürgermeister Salomon die gute und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden der Region und verwies auf die ersten Erfolge der Stadt bei ihrer Bemühung den Flächenverbrauch zu reduzieren.
Regierungspräsident Würtenberger hob in seiner Ansprache hervor, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Flächen auch in Zukunft zielstrebig weiter verfolgt werden muss. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer angemessenen Nutzung der vorhandenen Potenziale im Siedlungsbestand. Die im Rahmen von PFIF gegründete "Allianz zum Nachhaltigen Flächenmanagement"leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Herr Würtenberger sprach sich ausdrücklich für die Fortführung dieser Initiative aus.
Im Folgenden wurden die Forschungsergebnisse von PFIF durch die Projektpartner vorgestellt.
Daniel Bleher vom Öko-Institut präsentierte die Arbeiten zur Einführung der regionalen Baulückenbörse (www.baulueckenboerse.de).
Prof. Alfred Ruther-Mehlis vom Institut für Angewandte Forschung an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen berichtete von den Ergebnissen der Projektbausteine Gewerbeflächendialog und regionaler Wohnbauflächenpool.
Abschließend vertiefte Frau Dr. Sabine Müller-Herbers vom Planungsbüro Baader die Hintergründe, die zur Gründung der "Allianz zum Nachhaltigen Flächenmanagement" führten. In der Allianz erklären sich die beigetretenen Städte und Gemeinden der Region Freiburg freiwillig bereit, die gemeinsam im Projekt erarbeiteten Standards der Siedlungsflächenentwicklung bei ihrer Bauleitplanung anzuwenden. Die Bündnispartner streben an, einen aktiven Beitrag zur Reduzierung des Flächenverbrauchs in der Region zu leisten. Die Allianz steht unter der Schirmherrschaft des Regierungspräsidenten und wird von den beiden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie dem Regionalverband Südlicher Oberrhein unterstützt.
Im Rahmen der PFIF Abschlussveranstaltung erklärte Bürgermeister Dr. Bentler aus Gundelfingen mit seiner Unterschrift den Beitritt Gundelfingens als 14. teilnehmende Kommune der Allianz zum Nachhaltigen Flächenmanagement.
Als Gastreferentin sprach Andrea Dittrich-Wesbuer vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH (ILS) aus Dortmund über Kosten der Siedlungsentwicklung und Infrastrukturplanung. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels seien Anpassungsstrategien zu entwickeln und die Entwicklung des Siedlungsbestandes in den Vordergrund zu rücken.
Karl-Josef Schmitz aus Emmendingen stellte die Erfahrungen und Ergebnisse der Ansprache von Baulückeneigentümern in seiner Gemeinde vor. Emmendingen ist neben neun weiteren Städten und Gemeinden Pilotkommune der in PFIF entwickelten internetgestützten regionalen Baulückenbörse..
Nach der abschließenden Diskussion im Plenum hatte Stefan Gloger als Vertreter des Landes das letzte Wort. Er betonte den großen Nutzen von PFIF für das Land und die Übertragbarkeit der Projekt-Bausteine auf andere Regionen des Landes "Das war noch nicht der Abpfiff".


